BGH Urteil: Bearbeitungsgebühr bei Immobilienkrediten zurückfordern !

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte am 29. Oktober 2014 entschieden, dass Bankkunden Ihre Bearbeitungsgebühren für Kredite die ab 2004 in Anspruch genommen worden sind, noch bis zum 31.Dezember 2014 zurückfordern können.

Für Kunden, die nach 2011 Kredite aufgenommen haben, läuft die Frist sogar noch länger. Dabei gilt das Urteil nicht nur für Konsumentenkredite sondern auch für Immobilienkredite.

Dabei ist folgendes zu beachten: Immer wieder verlangen Kreditinstitute bei der Darlehensvergabe eine Bearbeitungsgebühr. Dieses Entgelt kann auch eine andere Bezeichnung haben wie z.B. Entgelt für Kapitalüberlassung. Hier soll sich der Aufwand für eine Beratung, Bonitätsprüfung oder einer Antragsprüfung decken. Laut dem Urteil vom Bundesgerichtshof (BGH) vom Mai 2014 darf die Bank solche Kosten nicht gesondert abrechnen da dies bereits mit den Zinsen abgedeckt ist.

Wer also solche Gebühren in der Vergangenheit bezahlt hat kann diese bis zum Jahresende zurückfordern. Dies betrifft auch Kreditverträge die bis 2011 abgeschlossen wurden.

Auch hier können die Bearbeitungsgebühren nur noch bis zum Jahresende zurückgefordert werden. Danach tritt die Verjährung ein.

Um alle Zweifel auszuräumen sollte ein Rechtsrat eingeholt werden um keine Ansprüche zu verlieren.